5 Fragen, um mögliche Gründe Ihrer Nackenschmerzen zu erkennen

Wie bereits festgestellt, zählen Rücken- und Nackenschmerzen zu den Volkskrankheiten Nr. 1, wobei bei nur etwa 10 Prozent eine klare Diagnose gestellt wird. Bei den restlichen 90 Prozent liegen die Ursachen überwiegend in unserem Lebenswandel – sprich zu wenig Bewegung, zu viel Stress aber auch gewisse anerzogene und antrainierte Verhaltensweisen.

Jeder, der einmal unter Nacken- und / oder Rückenschmerzen litt oder aktuell darunter leidet, verspürt den sehnlichsten Wunsch endlich wieder schmerzfrei zu sein. Doch dabei ist es wichtig zu verstehen, dass uns meist unsere Glaubenssätze, Erfahrungen, gewisse Einstellungen aber auch Haltung und mangelnde Bewegung diese auf Dauer zugeführt haben. Jede Verspannung, jeglicher Schmerz will Ihnen zeigen, dass der Körper mit dem bisherigen Verhalten nicht mehr klarkommt. Er will sie dahin führen, dass Sie für ihn mehr Mitgefühl und Verständnis entwickeln – ihm wieder Aufmerksamkeit schenken. Nacken- und Rückenschmerzen möchten Ihnen vor Augen halten, dass Ihr Körper in eine Haltung gezwängt wurde, die Seiner nicht entspricht.

Massagen, physiotherapeutische Unterstützungen wie auch spezielle Kräftigungsübungen für Nacken und Rücken helfen hier nur bedingt weiter. Um wirklich dauerhaft von Schmerz befreit zu sein, kommen Sie nicht umhin, sich mit Ihrem bisherigen Leben etwas eingehender auseinanderzusetzen.

Mit nachfolgenden Fragen verstehen Sie Ihre persönlichen Problemzonen vielleicht etwas besser und können neben gezielten Nackenübungen Ihre persönlichen Ursachen besser angehen und Schritt für Schritt verändern oder ablegen.

1. Sie kennen mit Sicherheit das Sprichwort » Mir sitzt die Zeit im Nacken« oder »Die Angst sitzt mir im Nacken« Überlegen Sie, ob es in ihrem Leben tatsächlich solche Situationen gab oder es noch gibt?

2. »Mir lastet dies und das schwer auf den Schultern« ist auch ein Ausdruck, welcher sehr viel hintergründiger betrachtet werden sollte. Gibt es etwas in Ihrem Leben ( oder gab es etwas) was Ihnen wie ein schwer Sack auf den Schultern lastet? Tragen Sie für etwas eine große Verantwortung? Vielleicht ist das einfach zu viel für Ihre zarten Schultern.

3. Lassen Sie Ihre Schultern oft kraftlos nach vorne hängen? Dann liegt das vielleicht daran, dass Sie sich oft müde, schlapp, erschöpft oder resigniert fühlen? Finden Sie den Grund hierfür heraus.

4. Haben Sie in Ihrem Leben traumatische Ereignisse erlebt? Erlebnisse, in den Ihr Körper beispielsweise vor Schreck erstarrt ist? Das kann ein Unfall gewesen sein, ein Schleudertrauma oder Gesehenes, was Sie in einen solchen Zustand versetzt hat.

5. Gab es in Ihrem Leben Einschnitt, in denen Sie besonders geknickt waren?

All das sind Situationen, in denen Ihr Körper eine selbstgesteuerte Schutz – oder Schonhaltung eingenommen hat. Mehr noch er hat diese beibehalten, da er nicht weiß, dass diese längst Vergangenheit ist – sprich die Gefahr vorüber ist. Ihr Körper bittet Sie mit seinen Schmerzen und Verspannungen um Hilfe, um Veränderungen. Schmerzen bzw. Erkrankungen sind immer ein Hilfeschrei des Körpers, da er die Mängel nicht mehr kompensieren kann.

Solange Sie sich der Ursachen Ihrer Verspannungen und Schmerzen nicht bewusst werden und Verständnis dafür entwickelt haben, solange werden Ihre Muskeln und Gelenke immer wieder automatisch in die alte Haltung zurück fallen.

Was können Sie folglich tun?

  • Beantworten Sie für sich ehrlich die oben erwähnten Fragen.
  • Akzeptieren Sie das Erlebte wie auch Ihre Erkenntnisse.
  • Werden Sie sich dieser bewusst, fühlen Sie sich in diese hinein.
  • Lassen Sie eventuell aufkommende Emotionen zu.

Wenn Sie diese Punkte angehen, haben Sie eine reelle Chance, dass sich der Schmerz, die Verspannungen aber auch allgemeine Belastung und Stress auflösen können. Ihr Körper hat nun wieder die Gelegenheit sich zu gesunden.

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